GFK Bedürfnisse – 7 Basics, die du hierzu wissen solltest 

Inhaltsverzeichnis

Bedürfnisse werden als Herzstück der Gewaltfreien Kommunikation (GFK) bezeichnet. Nicht umsonst wird die GFK deshalb auch „Bedürfnisorientierte Kommunikation“ genannt. Jedoch ist nicht alles, was wir im herkömmlichen Sprachgebrauch als „Bedürfnis“ bezeichnen, ein Bedürfnis im Sinne der GFK.

In diesem Blogbeitrag habe ich dir die 7 wichtigsten Aspekte rund um Bedürfnisse im Sinne der GFK zusammengestellt.   

Mit dem folgenden Input kannst du 

  • echte Bedürfnisse leichter erkennen  
  • sie besser zueinander in Beziehung setzen
  • mehr Eigenverantwortung für das übernehmen, was dir wichtig ist
  • freier im Umgang mit Verhaltensweisen werden , von denen du denkst, dass du sie unbedingt brauchst

1. Motor unseres Tuns 

Bedürfnisse im Sinne der GFK sind „der Quell aller Lebensenergie“ oder etwas funktionaler formuliert „Motor unseres Tuns“. Salopp könnte man auch sagen: Wenn einen gerade kein Bedürfnis „drückt“, dann tut man auch nichts – denn Lebewesen haben von Natur aus den Hang zum „süßen Nichtstun“. Das macht evolutionsgeschichtlich sehr viel Sinn. Denn in einer Welt von knappen und unsicheren Ressourcen ist es schlichtweg lebensgefährlich, ohne Sinn und Zweck wichtige Kilokalorien zu „verheizen“. Welcher Fuchs oder welche Amsel weiß denn mit Sicherheit, wann der nächste altersschwache Hase über die Felder hoppelt oder wann ein dicker Wurm aus dem reifen Apfel lugt? Was ich damit sagen will:  

Es muss sich lohnen!  

Wenn Lebewesen sich in Bewegung setzen, um etwas zu tun, dann muss es sich für sie lohnen. Es lohnen sich allerdings nur Verhaltensweisen, die dem jeweiligen Lebewesen das liefern, was es zu einem guten Leben braucht. Was das wiederum ist, wird durch grundlegende Bedürfnisse bestimmt. Das gilt sowohl für Tiere – als auch für Menschen. 

2. Alle Menschen haben die gleichen Bedürfnisse

Die GFK geht davon aus, dass Menschen – unabhängig von Alter, Geschlecht, Kultur oder Sozialisierung – alle dieselben Bedürfnisse haben. Dummerweise haben Menschen dieselben Bedürfnisse allerdings nicht notwendigerweise zur selben Zeit.  Auch die Intensität von Bedürfnissen variiert und ist sehr individuell. Die Intensität hat häufig etwas mit vorhergehenden Prägungen zu tun: , je nachdem, was do so im. Hierzu ein Beispiel: 

  • Ein Mensch, der als Kind wenig liebevolle Anerkennung erfahren hat, wird im späteren Verlauf seines Lebens zumeist ein wesentlich höheres Bedürfnis nach Anerkennung haben als ein Mensch, der in seiner Kindheit diesbezüglich „gut genährt“ wurde.